Am 23. November 1988 faßte der Kirchengemeinderat
den Beschluß, die reparaturanfällige und klanglich wie
spieltechnisch mit weiteren Mängeln behaftete Orgel, nicht mehr
zu sanieren, sondern durch eine neue Orgel zu ersetzen.
Ende 1994 wurde die alte Orgel, die von der
Katholischen Kirchengemeinde Weinsberg/Ellhofen um 40 000,– DM
erstanden worden war, abgebaut und die von der Diözese zur
Verfügung gestellte Truhenorgel trat als Provisorium den Dienst
an.
mit dem Bau der neuen Orgel beauftragt wird.
Am 6. Dezember 1998 wurde von Weihbischof Thomas
Maria Renz die neue Orgel eingeweiht.
Unsere Orgel hat 14 Register aus 12 Pfeifenreihen.
Im Manual hat ein Register 56 (C–g3), im Pedal 30 (C–f´) Pfeifen. Die neue
Orgel ist mit ihren 12 Pfeifenreihen keine große Orgel. Dennoch
hat sie Ausmaße einer mittleren Kirchenorgel, weil das
Hauptregister, das in der Front der Orgel steht, im
„Prospekt“, ein Prinzipal 8´ ist, d. h. die
größte Pfeife des Registers (groß C) ist acht
Fuß lang, 8 x 30 cm gleich 2,40 m. Dieses Register bestimmte die
Ausmaße des Hauptgehäuses mit, in welchem weitere
Principalregister des „Hauptwerks“ stehen,
einschließlich einer zweifachen Mixtur, (welche pro Ton zwei
Pfeifen in Quintabstand besitzt,) eine Rohrflöte 8´ von Blei
und dazu der Subbaß 16´ vom Pedal, welcher auch zu 98% aus
Blei gemacht ist. (Die restlichen 2% teilen sich in Zinn, Wismut,
Antimon und Kupfer).
Für die Herstellung aller Einzelteile der
Orgel wurden ausschließlich natürliche Materialien verwendet
wie: Eichenholz aus dem Schönbuch für das Gehäuse, die
Windladen und die Mechanik, Fichtenholz für den Balg, die
Manualtasten und die Abstrakten, Kiefer für die Füllungen und
Schwellrippen des Schwellkastens, Buchsbaum und Ebenholz für die
Manualtastenbeläge, Schafsleder für den Balg und für
Ventildichtungen, Zinn und Blei für die Pfeifen und verschiedene
Halbzeuge wie Draht und Schrauben von Messing, Vierkant-Eisenrohr
für die Mechanikwellen, Ledermuttern, Tuche, Filze und manches
andere.
Sie wurde in etwa 3.800 Arbeitsstunden
gebaut.
Eiche, ab gs´ Blei
52% Zinn, C–Dis aus Ged. 8´
98% Blei
52% Zinn
52% Zinn
52% Zinn, Bleiköpfe bzw. Nüsse,
Messingkehlen
Kanaltremulant